Pilze - WEBkoni

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Pilze

gasthaus


Hier stelle ich Ihnen die wichtigsten Speisepilze vor, wie sie in unseren Wäldern gefunden werden.


Regeln zum Pilzsammeln

1. Zum Sammeln nur Körbchen, nie Plastiksäcke verwenden

2. Den Pilz vom Standort sorgfältig lösen und ausdrehen, die entstandene Vertiefung mit Humus zudecken, damit die freigelegten gesunden Myzelien nicht austrocknen

3. Zum Essen nur Pilze sammeln, die man als Speisepilze sicher kennt

4. Nur so viele Pilze pflücken, wie für eine Mahlzeit gebraucht werden

5. Schon beim ERnten die gesammelten Speisepilze von Erde, Nadeln usw. befreien

6. Unbekannte Pilze zur Bestimmung nur in zwei oder drei Exemplaren pflücken

7. Ganz junge oder alte Pilze sowie madige und von Ungeziefer angefressene Exemplare sind als Speisepilze wertlos: also stehen lassen!!!!!!!


 






Regeln zum Kochen


1. Die frischen Speisepilze nicht der Wärme aussetzen und so schnell als möglich verarbeiten

2. Qualitätskontrolle: Pilze müssen ein intensives gutes Aroma aufweisen. Wenn sie faulig riechen und/oder schmierig sind dann Hände weg!

3. Verunreinigungen an Hüten und Stielen mit einem kleinen Rüstmesser abschaben, danach die Pilze mit einem Pinsel oder Küchenpapier putzen, oder mit einem feuchten Tuch abreiben.

4. Pilze nicht waschen, denn sie haben die Eigenschaft, Wasser aufzusaugen.

5. Pilze vor der Zubereitung am Stiel frisch abschneiden, in den Stielen stecken die meisten Geschmackstoffe.

6. Pilzgerichte dürfen wieder aufgewärmt und gegessen werden, wenn man die Restspeise rasch abkühlt und im Kühlschrank aufbewart.




 

Steinpilz
Hut: bis 20 cm, weisslich, hell- bis dunkelbraun, dickfleischig.
Röhren: jung weisslich, dann gelblich bis olivgrün.
Stiel: jung knollig, später schlank, weisslich oder bräunlich, feine helle Netzzeichnungen an der Stielspitze.
Fleisch: weisslich
Vorkommen: verbreitet in Laub- und Nadelwald
Verwechslungsmöglichkeiten: mit dem ungeniessbaren Gallenröhrling
Verwertung: Der Steinpilz eignet sich mit seinem unaufdringlichen Aroma für jede Zubereitung. Besonders gut schmeckt er im Risotto, in frischen Tagliatella oder einem feinen Rinderbraten mit Rotwein. Die Pilze können in Stücke geschnitten vaccuum verpackt und tiefgefroren oder im Dörrex oder Umluftbackofen bei 50 Grad Celsius getrocknet werden. Er gehört zu den wenigen Arten, die auch roh gegessen werden dürfen.


 

Maronenröhrling
Hut: 6-10 cm, kastanienbraun, dunkelbraun, jung matt filzig, alt glatt, bei Feuchtigkeit schmierig
Röhren: jung gelblich, später olivgrün, auf Druck blaugrün verfärbend
Stiel: bräunlich gefasert
Vorkommen: Massenpilz im Nadelwald, vereinzelt auch im Laubwald
Verwechslungsmöglichkeit: mit ähnlichen essbaren Röhrlingen, nicht mit Giftpilzen
Verwertung: vergleichbar mit dem STeinpilz, getrocknet ausgezeichnet in Saucen

 

Eierschwamm oder Pfifferling
Hut: 2-10 cm, blassgelb bis kräftiggelb, jung Rand nach unten eingerollt, später ungleich wellig aufgeschlagen
Leisten: gelb gegabelt, weit am Stiel herablaufend
Stiel: gelblich, Basis verjüngt
Fleisch: gelblich, fest, faserig, pfeffrig-würzig
Vorkommen: in Laub- und Nadelwald
Verwechslungsmöglichkeit: mit dem essbaren Falschen Pfifferling oder dem leicht giftigen Ölbaumtrichterling, der jedoch roh probiert, keinpfeffrig-würziges Fleisch besitzt
Verwertung: besonders gut zu Kalbssteak, Tagliatella, ist besonders schwer verdaulich. Nicht geeignet zum Trocknen und Einfrieren

 

Speisemorchel
Hut: 6-8 (10) cm hoch, 4-8 cm breit, länglich oder rundlich, hellbraun, graubraun, matt, ungleich gekammert durch wahllos verlaufende Längs- und Querrippen, Zellenwände faltig-grubig
Stiel: weisslich, gelblich, grubig-furchig, kleiig, hohl die der Hut
Fleisch: dünn, spröde, brüchig, wässern
Vorkommen: April oder Mai (Juni) in lichten Laubbeständen, Parkanlagen, Gärten, kalkliebend
Verwechslungsmöglichkeit: mit ähnlichen essbaren Morcheln und giftigen Lorcheln, die zur gleichen Zeit erscheinen
Verwertung: Ausgezeichneter Speisepilz für feinste Gerichte, kann nach trocknen wie frisch verwendet werden


 

Spitzmorchel
Hut: 3-5 cm hoch, graubraun, schwarzbraun, dunkelgrau, ungleich gekammert, Längsrippen etwas parallel verlaufend, Hutrand mit dem Stiel verwachsen
Stiel: kürzer oder länger als Hut, weisslich, creme, grubig, kleiig, hohl wie der Hut
Fleisch: dünn, brüchig, wässern
Vorkommen: März bis Mai (Juni) gesellig innerhalb und ausserhalb des Waldes, in Parks, Gärten, Obstplantagen, unter Gebüsch und Hecken, kalkliebend
Verwechslungsmöglichkeit: mit ähnlichen essbaren Morcheln und der giftigen Frühjahrs Lorchel
Verwertung: für die feinsten Pilzgerichte zu verwenden und zum Trocknen bevorzugt geeignet

 

Herbsttrompete oder Totentrompete
Fruchtkörper: 5-12 cm hoch, füllhornähnlich, tief trichterförmig hohl, Rand wellig aufgebogen bis umgeschlagen, grau, graubraun, braunschwarz
Aussenseite: glatt oder schwach runzelig, geadert oder leicht faltig, angedeutete Leisten
Fleisch: dünn, brüchig
Vorkommen: besondrs im Buchenwald
Verwechslungsmöglichkeit: mit anderen essbaren trompetenförmigen Pilzen, kein ähnlicher Giftpilz
Verwertung: besonders gut zum Trocknen, wird von Kennern als Ersatz von Morcheln und Trüffel verwendet


 

Schopftintling
Hut: 10-12 cm hoch, walzenförmig,weisslich, schuppig, bräunlicher Scheitel, im Alter tintenartig zerfliessend
Lamellen: jung weiss, später rosa-lila bis schwarz
Stiel: weiss, schlank, hohl, mit schmalem herabfallendem Ring
Fleisch: weiss, sehr zart
Vorkommen: schubweise auf gedüngten Wiesen, auch auf Schuttplätzen
Verwechslungsmöglichkeit: nicht mit Giftpilzen
Verwertung: Der Schopftintling sollte wegen seines zarten Aromas nach Spezialrezepten zubereitet werden. Besonders gut als Spargelpilze mit Schinken.

 

Blutreizker oder Echter Reizker
Hut: 6-12 cm, Mitte niedergedrückt, Rand lange nach unten eingerollt, orange-gelbbraun, grünspanig, konzentrisch gezont
Lamellen: gleichfarbig
Stiel: ebenfalls innen weiss-wattig, später hohl
Fleisch: weisslich, karottenrote Flüssigkeit absondernd
Vorkommen: besonders im Nadelwald
Verwechslungsmöglichkeiten: mit ähnlichen essbaren Blutreizkern (rötliche Flüssigkeit), äusserlich auch mit dem ungeniessbaren Birkenreizker, der weisse Milch hat
Verwertung: wegen seiener Bitterkeit nur scharf gebraten schmackhaft oder für Essigpilze zu gebrauchen

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