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Der Gast
Ein Mensch der frömmste auf der Welt, hat sich im Gasthaus was bestellt.
Und sitzt nun da ganz guter Dinge, gewärtig , dass man es ihm bringe,
Er schaut in stiller Seelenruh der Emsigkeit des Kellners zu.
Des wacheren Mannes, des verlässigen, der furchtlos bändigt die Gefrässigen.
Doch bald von leichtem Zorn gerötet, der Mensch ein leises „Bitte“ flötet.
Das leider ungehört verhallt, weshalb mit höherer Stimmgewalt
und auch im Tone etwas grober der Mensch vernehmlich schreit: „Herr Ober“
Auch dieser Ruf bleibt unerfüllt. So dass der Mensch jetzt „Kellner“ brüllt.
Der Kellner, den dieses Wort wie Gift in`s Herz der Ober-
tut was ein standsbewusster Mann nur tun in solchen Fällen kann.
Er überhört es mild und heiter: Und schert sich um den Gast nicht weiter.
Der Mensch, gereizt zwar aber feige, hält für geraten, dass er schweige.
Das Essen kommt, der Mensch vergisst.
Sagt höflich: „Danke sehr! – und isst.